Dass die großen Mengen an Plastikmüll zu verschiedenen Umweltproblemen führen, ist keine Neuigkeit. Viele von uns versuchen beim Einkaufen auf Plastik zu verzichten. So bieten viele Supermärkte mittlerweile loses Obst und Gemüse an, für das man selbst mitgebrachte Mehrweg-Netze verwenden kann. Auch auf Märkten kann man frische Lebensmittel unverpackt einkaufen. Wenn es aber um Lebensmittel wie Nudeln, Reis und Kichererbsen oder Hygieneprodukte geht, wird es doch komplizierter. Plastikfreie Alternativen gibt es meistens nur im Unverpackt-Laden, und der ist in den häufigsten Fällen nicht gerade um die Ecke. Warum es sich trotzdem lohnt, den Umweg in Kauf zu nehmen, erfährst du hier.
Spare Verpackungsmüll ein
Fangen wir mit dem größten und offensichtlichsten Vorteil an. Wusstest du, dass 95% des Plastiks, das je produziert wurde, immer noch immer noch existiert? Im Jahr 2019 fiel in Deutschland pro Einwohner durchschnittlich rund 38 Kilogramm Verpackungsmüll aus Plastik an. Das klingt erstmal gar nicht viel, aber wenn man bedenkt, dass das meiste Plastik kaum etwas wiegt, kann man sich vorstellen, dass das eine ganz schöne Masse ist, und die wächst immer weiter! Nur die Hälfte davon kann überhaupt recycelt werden, der Rest wird verbrannt (mit verheerenden Folgen für die Umwelt) oder exportiert*. Das muss sich ändern!
Trage zu geringeren Emissionen und Ressourcenverbrauch bei
Plastikfolie wird aus umweltschädlichem Erdöl hergestellt. Andere Materialien wie Aluminium und Glas lassen sich zwar recyceln, allerdings nur unter einem sehr hohen Energieaufwand. Abgesehen davon wird bei dem Transport von Glas aufgrund des Gewichts sehr viel CO2 frei. Du verhinderst also nicht nur, dass die Plastikberge immer größer werden, sondern du sparst auch Ressourcen, wie Wasser, Energie und verschiedene Rohstoffe, sowie CO2 Emissionen ein.
Wähle deine Menge individuell
Du brauchst nur 200g Mehl und weiß gar nicht, was du mit dem ganzen Kilo anfangen sollst, weil du sonst eigentlich nie backst? Kein Problem! Im Gegensatz zu abgepackten Lebensmitteln kannst du dir bei uns ganz frei aussuchen, wie viel du wirklich brauchst. Dies hat nicht nur einen persönlichen Vorteil für dich, sondern trägt auch dazu bei, Lebensmittelverschwendung vorzubeugen*²
Konsumiere bewusst
Zugegeben, unverpackt einzukaufen bedeutet auch mehr Aufwand: Du musst dir vorher überlegen, was du kaufen möchtest und die geeigneten Behältnisse selbst mitbringen. Das bedeutet aber auch, dass du automatisch nur das kaufst, was du auch wirklich gerne essen möchtest. Unverpackt Läden sind stets bemüht ihr Sortiment über regionale Anbieter zu beziehen. Dies schont nicht nur Ressourcen (womit wir wieder beim zweiten Punkt wären) ein, sondern unterstützt auch die lokale Wirtschaft. Daraus leitet sich auch der vierte Vorteil ab:
Ernähre dich gesund
In vielen Unverpackt-Läden findet man hauptsächlich Bio-Produkte. Sie sind zudem oft auf eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Lebensmitteln ausgelegt. Jemand, der größtenteils unverpackt einkauft, ernährt sich tendenziell also automatisch gesünder. Bei den meisten Produkten sieht man außerdem auf den ersten Blick, was drin ist. Allergiker oder Veganer können also auf das lästige studieren der ewig langen Zutatenliste verzichten.
Unterstütze Umweltprojekte
Das ist eher ein Bonus-Vorteil. Manche Unverpackt-Läden werden von Vereinen oder gemeinnützigen Organisationen betrieben. Ein Beispiel hierfür wäre der Fairkaufswagen in Oberhessen. Die Einnahmen fließen dann direkt in weitere soziale Projekte oder Umweltprogramme. So tut man der Umwelt beim Einkaufen also sogar auf doppelte Weise etwas Gutes! Durch die Gemeinnützigkeit kannst du außerdem davon ausgehen, dass die Betreiber von den Produkten, die sie anbieten, wirklich überzeugt sind, denn dann geht es nicht um den größten Profit, sondern darum, etwas zum Positiven zu verändern.
Genau so einen Laden wollen wir als Verein auch auf die Beine stellen! Sollte unser Projekt „Unpackaged Ostfriesland“ tatsächlich umgesetzt werden können (wir arbeiten derzeit emsig an der Finanzierung), dreht schon bald ein mobiler und gemeinnütziger Unverpacktladen in Ostfriesland seine Runden!
Übrigens, falls du jetzt denkst, dass du alleine sowieso keinen Unterschied machen kannst, denk doch mal an die Zahl von vorhin: 38 Kilogramm Hausmüll pro Kopf. Wenn du deinen Verpackungsmüll nur um die Hälfte reduzierst, sind das immerhin schon rund 19 Kilogramm weniger. Das ist definitiv nicht nichts!
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Wenn man beim Einkaufen besondere Ansprüche an das gesuchte Produkt stellt oder genaue Vorstellungen hat, wird man häufig vor ein nicht zu lösendes Problem gestellt: das Ding ist einfach nirgendwo zu finden. Nicht im Supermarkt, nicht im Fachgeschäft. Nicht einmal im Trödelladen nebenan, dessen Besitzer ständig stur behauptet, alles zu haben. Einzige Lösung: Das Internet! In den tiefen Abgründen des World Wide Web findet man alles, was man irgendwie gebrauchen könnte. Oder für was man eine angebrachte Nutzungsweise erst noch erfinden müsste. Insbesondere nach der Schließung vieler Geschäfte in den letzten Monaten war das Internet ohnehin für viele der einzige Ort, das Objekt der Begierde zu finden.
In unserem Fall begann alles mit Erdnussbutter. Genau, dem cremigen Brotaufstrich, der so manche Backware deutlich aufwertet. Oder komplett zerstört. In den Supermärkten in einem zumutbaren Gehradius findet man zwar schon ein paar Optionen, aber eben nicht genau die Sorte, die man unbedingt haben möchte. Bio, ohne Zucker, im Glas mit Aluminiumdeckel. Bei den wichtigen Dingen soll man ja keine Kompromisse machen.
Beim Onlinehändler des Vertrauens geht dann auch alles ganz schnell. Gesucht, gefunden, doppelt in den Warenkorb gelegt. Damit sich der Einkauf auch lohnt. Dann noch über ein Spendenprogramm den eigenen Verein unterstützt und mit gutem Gewissen zurückgelehnt. In freudiger Erwartung auf die bald ankommende Erdnussbutter.
Dann endlich ist der große Tag da. Der Paketbote klingelt. Doch als er sich die Treppe mit dem Paket hochkämpft, macht sich erstmal Verwunderung breit. Die Größe des Pakets lässt darauf schließen, dass man nicht zwei, sondern zwanzig Gläser bestellt hatte. Oder dass es sämtliche Weihnachtsgeschenke für die Familie beinhaltete. Und für alle Freunde. Und entfernte Bekannte. Auch für nächstes Jahr. Und das darauf. Hatte man noch etwas anderes bestellt? Nein. Kommt die Erdnussbutter in Riesengläsern? Eigentlich auch nicht.
Aber gut. Vielleicht erklärt sich alles von selbst. Also einfach mal das Paket öffnen. Wobei einfach nicht das richtige Wort ist, wenn man vor Schreck fast einen Herzinfarkt bekommt, weil einem beim Öffnen eine zehn Meter lange Papierschlange entgegenspringt. Echt nichts für schwache Nerven, so eine Online-Bestellung. Wenn der Puls dann wieder im Normalbereich angekommen ist, stellt man fest, dass man wohl zehnmal so viel Luft bestellt hatte wie Erdnussbutter.
So wird aus Erdnussbutterfreude schnell Umweltreue. Zugegeben, das Papier besteht zumindest aus Recyclingmaterialien, aber zu gut für die Tonne ist es allemal.
Darum wird erstmal ein kleines Brainstorming angezettelt (Wortspiel beabsichtigt), was man besseres mit diesem Papier hätte anstellen können:
Mindmaps und Projektmanagement-Übersichten zeichnen.
Einen kompletten Kindergarten mit Malunterlagen ausstatten.
Tausend Papierflieger basteln.
Sich zu Halloween als Mumie verkleiden.
95 Thesen formulieren und aufschreiben.
10.000 Unterschriften für eine Petition sammeln, die sich gegen Verschwendung bei Verpackungen richtet.
Während die Papierschlangen aber meist im Müll landen, werden die Kartons aufgehoben. In der Hoffnung, dass man sie irgendwann nochmal für irgendetwas gebrauchen könnte. Jeder Messi, der nicht Lionel heißt, wäre stolz auf uns. Doof, dass sie damit den Keller überfluten. Gut, weil für eine echte Überflutung dadurch kein Platz mehr ist. Schlecht, weil Überflutungen so nicht funktionieren.
Aber was ist die Alternative? Wir haben jetzt zwar genug Notizzettel, um auch mit 90 Jahren noch unsere Einkaufszettel darauf schreiben zu können. Und einen weiteren Karton, der bei einem möglichen, aber gar nicht geplanten, Umzug praktisch wäre. Auf Dauer ist diese Art des Versandhandels, bei der Papier oder Ressourcen drauf gehen, aber nicht die beste Lösung.
Glücklicherweise gibt es kluge Köpfe, die sich Möglichkeiten überlegt haben, um den Verpackungsmüllbergen ein Ende zu setzen.
Der erste Schritt ist also denkbar einfach: Eine Einweg-Verpackung mehrfach benutzen. Aber gibt es nicht auch Verpackungen, die direkt als Mehrweg-Produkt konzipiert wurden? Na sicher doch. Ein finnisches Start-Up hat sich genau hiermit beschäftigt. Mit Repack werden Waren oder Dokumente mit einer flexiblen Verpackung versendet. Diese gibt es in drei Größen und besteht aus recycelten Materialien. Nachdem die Lieferung angekommen ist, kann das leere Repack auf die Größe eines Briefumschlags gefaltet und in den nächsten Briefkasten geworfen werden. Beim Hersteller wird die Verpackung dann einfach wiederverwendet. Und noch ein Bonus: Das Nutzen von Repack ist mit einem Bonussystem verbunden, bei dem Nutzer Punkte für umweltfreundliche Verpackungen bekommen und diese als Spenden weitergeben oder als Gutschein nutzen können.
Eine andere, etwas platzintensivere Lösung gibt es bereits in Deutschland. Memo, ein nachhaltiger Onlineshop für verschiedenste Bereiche, bietet als Versandoption die “memo Box” an. Die Kunststoffbox aus Recyclingmaterialien wird, wie auch Repack, als Mehrweg-Produkt verwendet, das nach Erhalt ohne zusätzliche Kosten zurückgesendet werden kann.
Das System muss aber nicht auf den Onlinehandel beschränkt bleiben. Stellt euch vor, der große Umzug steht vor der Tür und ihr habt leider keinen Lebensvorrat an Kartons im Keller, der sehnsüchtig darauf wartet, von euch genutzt zu werden. Der erste Gedanke der meisten Menschen ist wohl: Ab zum Baumarkt und Umzugskartons kaufen. Da die aber oft kaputt gehen und man sie danach meist nicht so schnell wieder braucht, hat sich ein Unternehmen überlegt, dass Umzugskisten zu mieten doch viel sinnvoller wäre. Dabei entsteht weder Müll, noch der Stress die Kartons entsorgen zu müssen.
Man sieht, dass es im Bereich Verpackungen bereits viele Ideen gibt, die uns das Leben nachhaltiger machen. Dass Mehrwegsysteme sehr gut funktionieren, sieht man schließlich auch bei anderen Produkten, besonders bei Getränken. In Zukunft sollten wir uns fragen, wo wir diese noch anwenden könnten und wie wir diese anpassen müssen, damit sie auch funktionieren. Und wenn es dann schon ein Einweg-Produkt ist, sollte man versuchen, die Lebensdauer so weit wie möglich zu verlängern. Also, wie versendet ihr in Zukunft eure Pakete?
Hitzige Diskussionen um Spielregeln. Streit um die Augenzahl, wenn ein Würfel auf Kipp steht. Ein Mitspieler, der penibel auf die Einhaltung aller Regeln beharrt. Eine Spielerin, die immer so gut ist, dass sie sich ständig gegen Vorwürfe des Schummelns wehren muss. Einer, der mit riesigem Glück selbst die schlechtesten Entscheidungen genial aussehen lässt. Und ein schlechter Verlierer, der nach dreieinhalb hart umkämpften Stunden und kurz vor Ende des Spiels das Brett umwirft und behauptet, dass er ja eigentlich gewonnen hätte. Das alles gehört zu einem gelungenen Spieleabend.
Ein Spiel mit Gewissen?
In den letzten Monaten stand man immer wieder vor der Herausforderung, ausreichend Beschäftigung in den eigenen vier Wänden zu finden. Serien gucken, Bücher lesen, Gesellschaftsspiele spielen. Besonders die Spiele erlebten entgegen der Erwartungen einen kleinen Aufschwung. Zwar konnten Spieleabende nicht mehr wie gewohnt in geselliger Runde stattfinden, aber mit etwas Fantasie und einem Videochat-Programm war das nur eine kleine Hürde.
Dennoch machen Spiele natürlich am meisten Spaß, wenn man sie auch wirklich zusammen spielt. Dann wird sich unterhalten, gescherzt, diskutiert, gelacht und auch mal gestritten. Da kann man sich am Ende nur gut fühlen. Aber wie ist das eigentlich beim Kauf? Kann man seine Spielesammlung ruhigen Gewissens bis unter die Decke aufstocken? Oder sollte man sich lieber Gedanken darüber machen, dass mit jedem Spiel ja auch Ressourcen verbraucht werden. Papier, Pappe und eine oft nicht unerhebliche Menge Plastik werden verarbeitet, damit wir die perfekten Bedingungen für einen erfreulichen Spieleabend haben.
Spiele machen natürlich am meisten Spaß, wenn man sie auch wirklich zusammen spielt. Dann wird sich unterhalten, gescherzt, diskutiert, gelacht und auch mal gestritten. Da kann man sich am Ende nur gut fühlen.
Wenn man es mit der Plastikfreiheit ganz genau nimmt, ist es tatsächlich nicht so einfach, eine größere Auswahl von Spielen zu finden. Spielfiguren bestehen meist komplett aus Kunststoff, Spielkarten und Kartons sind oft damit überzogen. Dadurch sind sie weniger empfindlich. Besonders wenn man dazu neigt, im Eifer des Gefechts Gläser umzuschmeißen. Das gilt aber natürlich genauso, wenn man sie später einmal aussortiert und entsorgt. Was mit Plastik passiert, wenn man es nicht mehr gebrauchen kann, wissen die meisten ja bereits. Für alle anderen (ebenso wie für die Experten) gibt es jetzt ein Spiel, das genau solches Wissen vermitteln möchte.
Ein Spiel für Ökofuzzis
Ein nachhaltiges Quiz: Ökofuzzi. Foto: Blauer Leben.
Ökofuzzi – Das Umweltquiz. Was zuerst nach einer unterschwelligen Beleidigung klingt, ist eigentlich nur ein selbstironischer Hinweis darauf, dass es durchaus erstrebenswert ist, sich um seine Umwelt zu sorgen. Während Ökofuzzi für viele ein etwas negativ behafteter Begriff für eine Person ist, die sich sehr deutlich für den Umweltschutz einsetzt, kann man diesen Titel nun im Rahmen eines Kartenspiels gewinnen. Und anschließend mit Stolz tragen. Umsonst gibt es den aber natürlich nicht. Bei insgesamt 200 Fragen, die das Alltagswissen der Kontrahenten bezüglich Nachhaltigkeit und Umweltbildung testen, stellt sich schnell heraus, wer diesen Titel wirklich verdient hat. Eifriges diskutieren und gegenseitiges übertrumpfen sind da inklusive. Ebenso wie die Gefahr, sich beim Lesen der einen oder anderen Antwort zu verschlucken. Denn die Fakten sind nicht nur lehrreich, sondern auch regelrecht spektakulär. Mal positiv, mal weniger.
Wie viele Jahre dauert es, bis sich eine Kinderwindel im Meer zersetzt hat? Wie viele Liter Wasser fließen in die Produktion einer Jeans? Wie viel kg Papier verbraucht jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr? Diese und ähnliche Fragen muss man bei Ökofuzzi beantworten.
Wie viele Jahre dauert es, bis sich eine Kinderwindel im Meer zersetzt hat? Wie viele Liter Wasser fließen in die Produktion einer Jeans? Wie viel kg Papier verbraucht jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr? Wer bei unseren bisherigen Workshops dabei war, hat gute Chancen, diese Fragen richtig zu beantworten. Da die Fragen aus verschiedenen Kategorien mit Bezug zu Nachhaltigkeit kommen, ist aber auch so für jeden etwas dabei. Lebensmittel, Mobilität, Kleidung, Energie und vieles mehr.
Angesprochen werden sollen mit diesem Angebot vor allem umweltbewusste Menschen und solche, die es werden wollen. Aber auch Personen, die das Thema noch nicht so begeistert, es aber für wichtig halten. Insbesondere soll das Spiel zeigen, dass Nachhaltigkeit und Umweltbildung nicht teuer, langweilig oder mit Einschränkungen verbunden sein müssen. Wenn man dabei Spaß hat, dann fällt das Aufnehmen der Informationen viel leichter.
Bei Ökofuzzi ist Nachhaltigkeit nicht nur Thema, sondern Programm. Blauer Leben nennt sich das frisch geschlüpfte Startup, das das komplette Produktdesign darauf ausgerichtet hat.
Die Spielkarten sowie die Schachtel werden auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt. Durch die Herstellung in Deutschland werden Lieferwege minimiert. Verschlossen wir das Spiel mit einer Banderole, die zu 100 Prozent aus Recyclingpapier besteht. Und dann ist da ja noch die erwähnte Versandverpackung. Das ist nämlich kein traditionelles Einwegpaket, sondern eine Biomülltüte aus Papier. Die kann dann nach dem Auspacken direkt als solche genutzt werden. Auch hier zeigt sich der Mehrwert von Kooperationen. Die Abfallwirtschaft Landkreis Aurich unterstützt die beiden Gründer im Rahmen ihrer “TRENN DICH KORREKT”-Kampagne mit den Biomülltüten, auf denen als Bonus direkt Hinweise zur richtigen Mülltrennung stehen.
Größere Mengen können so leider nicht verschickt werden. Dafür kommen die dann in einem wiederverwendeten Karton, der so ein zweites Leben bekommt. Auch wenn er vielleicht nicht mehr in einwandfreiem Zustand ist. “Verpacken mit Macken” könnte man da sagen. So kann dafür gesorgt werden, dass kein Müll entsteht und wenn das Spiel dann irgendwann am Ende seiner Lebenszeit angekommen ist, keine Belastung für die Umwelt darstellt. Damit soll nicht nur der spannende Spieleabend gesichert, sondern gleich auch noch eine ganze Branche inspiriert werden.
Nach den Ausgangsbeschränkungen kommen die Lockerungen.
Langsam können wir wieder unsere Wohnungen und Häuser verlassen. Endlich wieder einen Spaziergang machen. Auch wenn es wohl noch einige Zeit dauern wird, bis wir nicht mehr jedes mal die Straßenseite wechseln, wenn wir am Horizont eine andere Person auf uns zukommen sehen. Vielleicht können wir irgendwann sogar wieder ruhigen Gewissens in Restaurants, Cafés, Bars, Clubs, Kinos, Theater, Museen, Schwimmbäder, Fitnessstudios, Sporthallen, Stadien und sonstige Veranstaltungsorte gehen.
Man würde denken, dass wir in Zeiten des Internets mit seinem unbegrenzten Unterhaltungsangebot in der Lage sind, uns auch eine ganze Weile zu Hause zu beschäftigen. Aber dann unterzieht man seine eigenen vier Wände erst einmal einer Grundreinigung, nagelt ein Bild an die Wand, das schon seit dem Einzug auf dem Boden steht, repariert eine Schublade, tauscht eine Glühbirne aus, baut eine Webseite um, startet ein Fitnessprogramm, gießt sogar mal wieder die Blumen. Und dann schaut man auf die Uhr und merkt, dass gerade einmal 43 Minuten vergangen sind.
Heiß auf ein Eis?
Glücklicherweise ist es damit nun vorbei. Bald können wir uns also wieder den wichtigen Dingen zuwenden. Draußen auf einer Bank einen Kaffee trinken, bei einem Spaziergang durch die Stadt einen Snack auf die Hand gönnen oder, besonders jetzt, da der Sommer immer deutlicher an unsere Tür klopft, mal wieder ein erfrischendes Eis genießen.
An einem heißen Sommertag (ok, an einem angenehm warmen Tag) (na gut, eigentlich an jedem nicht eiskalten und klatschnassen Tag) kann man auf eines auf gar keinen Fall verzichten: ein leckeres Eis. Das gehört einfach zusammen wie Ernie und Bert, wie Bud Spencer und Terence Hill, wie Gollum und der Ring. (Oder war es Frodo und der Ring?) Wie dem auch sei. An so einem Tag findet man den Weg zur Lieblingseisdiele sogar mit verbundenen Augen.
An einem heißen Sommertag kann man auf eines auf gar keinen Fall verzichten: ein leckeres Eis. Das gehört einfach zusammen wie Ernie und Bert, wie Bud Spencer und Terence Hill, wie Gollum und der Ring. (Oder war es Frodo und der Ring?)
Während man die letzten Schritte bis zur Tür geht, läuft einem bereits das Wasser im Mund zusammen. Gleichzeitig sprintet das Gehirn einen Marathon, simuliert binnen Sekunden den Geschmack unzähliger Kombinationen von Eissorten. Entscheidet man sich für etwas altbewährtes oder etwas aufregend neues? Und wie viele Kugeln sollen es heute sein?
So viele Entscheidungen in so kurzer Zeit muss man sonst nur treffen, wenn man Tetris spielt. Ist man dann endlich an der Reihe, interessiert sich die Verkäuferin oder der Verkäufer aber nur für eins: Becher oder Waffel?
Die meisten Eis-Enthusiasten beantworten diese Frage dank jahrelanger Erfahrung äußerst gelassen. “Nehme ich einen Becher, läuft keine kalte Suppe meine Hand hinunter, wenn ich langsam esse,” sagen die Einen. “Eine Waffel ist Gratis-Essen und man verursacht keinen Müll,” sagen die Anderen. Besonders das Müll-Argument spricht für uns dabei eindeutig für die Waffel. Aber muss das so sein? Geht nicht auch beides? Becher und Müllvermeidung? Schließlich ist unsere Generation nicht für ihre Bescheidenheit bekannt.
Das rundum-sorglos-Eis-Equipment
Die einfachste Lösung? Man nimmt einen Becher aus Waffelteig. Wenn der dick genug ist und entsprechend geformt, muss man keine Angst haben, dass er nicht dicht hält. So kann man das Eis in aller Seelenruhe genießen. Aber zum Eis im Becher gehört immer auch ein Löffel. Wie kann man den unterwegs nutzen, ohne Müll zu produzieren?
Quelle: Spoontainable
Glücklicherweise gibt es findige Erfinder, die sich um Auswege aus solch unausweichlichen Zwickmühlen kümmern. Wie? Indem man die Löffel essbar macht. Spoonies nennen sich die cleveren Knusperkellen, die man am Ende einfach essen kann. Ganze 60 Minuten sollen diese Wunderlöffel stabil bleiben. Wer dann noch Eis übrig hat, macht eh etwas falsch. Dabei sparen die Spoonies nicht nur die alternativen Plastiklöffel ein. Sie werden sogar aus Reststoffen aus der Lebensmittelindustrie hergestellt. Man verhindert damit also sowohl Plastik- als auch Lebensmittelverschwendung. Unter Umständen muss man sich nur nochmal für einen Geschmack entscheiden. Aber falsch macht man bei dieser Entscheidung wohl nichts.
Man wünscht sich die Qual der Wahl eigentlich sogar noch an vielen anderen Orten. Wie wäre es beispielsweise, wenn man auch die Portion Pommes ohne Müll bestellen könnte? Eigentlich eine naheliegende Idee. Ein recht bekanntes Schnellrestaurant hat diese sogar vor einigen Jahren einmal umgesetzt. Mehr als ein Werbegag war das Ganze aber wohl nicht. Denn mit der Gabel, die selbst aus Pommes bestand, konnte man nicht viel mehr tun, als den Ketchup vom Teller zu kratzen.
Reste verwerten und Gäste verwöhnen
Quelle: www.kaffeeform.com
Leider sind wir noch nicht überall soweit, dass wir alle Verpackungen und Behältnisse restlos aufessen können. Allerdings entsteht bei der Herstellung von vielen Lebensmitteln vermeintlicher Abfall, der eigentlich noch verwertbar ist. Zum Beispiel kann man aus recyceltem Kaffeesatz Tassen herstellen. Ein großer Schritt in Richtung Zero Waste. Da kann man das Heißgetränk ohne Gewissensbisse genießen. Sowohl im Café als auch unterwegs.
“Mehrwegbecher sind ja schön, aber ich kann doch nicht immer meinen Becher den ganzen Tag rumschleppen, nur weil ich morgens meinen Kaffee trinken möchte,” hört man dann schnell die Kritiker sagen. Da kommt man mit dem Argument, dass ein Einwegbecher nach diesen zehn Minuten bereits jegliche Daseinsberechtigung verloren hat, nicht weit.
“Mehrwegbecher sind ja ganz gut und schön, aber ich kann doch nicht immer meinen Becher den ganzen Tag mit mir rumschleppen, nur weil ich morgens zehn Minuten lang meinen Kaffee trinken möchte,” hört man dann schnell die Kritiker sagen. Da kommt man mit dem Argument, dass ein Einwegbecher nach diesen zehn Minuten bereits jegliche Daseinsberechtigung verloren hat, nicht weit. Umso besser, dass es auch hier eine Lösung gibt.
Stellen wir uns vor, wir laufen einen Marathon (oder jemand läuft einen Marathon). Die halbe Strecke ist geschafft und dutzende verschwitzte und ausgetrocknete Läufer kommen am Getränke-Stopp vorbei. Normalerweise finden die Läufer hinter der Spitzengruppe wenige Meter nach diesem Stand ein Massaker aus zerknüllten Einwegplastikbechern vor. Durch den Einsatz der innovativen Wasserkapseln könnte man diesen unfreiwilligen Hindernislauf verhindern. Beim anschließenden Gang in das bereits erwähnte bekannte Schnellrestaurant gibt es in Zukunft zur Portion Pommes vielleicht eine Kapsel mit Ketchup, Majo oder, bei unseren kulinarischen Kennern, Currysoße.
Man merkt: Die Argumente, Gegenstände aus Einwegplastik zu nutzen, werden immer weniger. Wenn schon Einweg, dann einfach so, dass nichts zurückbleibt. Ansonsten sollte gelten: Mehrweg ist ein Weg, aber Einweg ist kein Weg.
„Sehr geehrte Damen und Herren, aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 möchten wir Sie bitten, die folgenden Hinweise zu beachten: Halten Sie Abstand zu anderen Menschen. Halten Sie sich nicht in Gruppen auf. Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände.“
Wenn man solche Durchsagen hört, möchte man am liebsten einen Schutzradius von mindestens fünf Metern um sich herum errichten und sich sofort die Hände waschen gehen. So ging es uns zumindest, als wir auf dem Weg zum Bahnhof von Kopenhagen einen kurzen Zwischenstopp am Flughafen gemacht haben. Da das erste aber nicht immer in unserer Macht liegt, haben wir uns vorerst mit dem zweiten zufrieden gegeben. Und da fingen unsere Probleme an.
Gerade noch auf die Gefahr der allgegenwärtigen Viren hingewiesen worden, mussten wir nun ganze fünf Türen passieren, um zum nächsten Waschbecken zu gelangen. Was grundsätzlich nicht schlimm ist, schließlich konnten wir uns da ja die Hände waschen. Nur mussten wir auf dem Rückweg leider genauso viele Türen öffnen und damit auch anfassen. In solchen Extremsituationen wird einem erst bewusst, vor welchen Herausforderungen man auch zu ruhigeren Zeiten steht, sobald man mal eine öffentliche Toilette aufsucht.
Unterwegs und keine Toilette in Sicht
Bild: Hafidz Alifuddin (Pexels)
Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, kommt es früher oder später zu einer unvermeidlichen und schrecklichen Erkenntnis: man muss auf die Toilette. Gefolgt von einer weiteren unvermeidlichen und noch schrecklicheren Erkenntnis: man ist weit weg von zu Hause. Gefolgt von der letzten unvermeidlichen und zweifellos schrecklichsten Erkenntnis: man wird eine öffentliche Toilette benutzen müssen.
Erst will man es nicht wahrhaben. “Ich bin doch extra vorhin nochmal gegangen.” Dann ärgert man sich. “Warum habe ich denn nur so viel Wasser getrunken?” Man fängt an mit sich zu ringen. “Vielleicht kann ich es ja noch etwas aufschieben.” Man bemitleidet sich selbst. Und am Ende akzeptiert man es doch. Die fünf Phasen der Trauer erlebt man nirgendwo sonst in so kurzer Zeit. Was gut ist, schließlich braucht man die restliche Zeit dafür, eine Toilette zu finden.
In Berlin gab es im Jahr 2018 ungefähr 250 öffentliche Toiletten. Gerechnet auf die Gesamtfläche der Stadt, kommt eine Toilette auf ungefähr 3,5 km². Um so ein kleines Häuschen zu finden, braucht man also schon eine Menge Ausdauer. Oder ein kleines Wunder. Ein noch größeres Wunder ist da höchstens, dass sich vor den Häuschen nicht kilometerlange Schlangen bilden. Schließlich hat Berlin 3,5 Mio. Einwohner, zu denen sich 2018 noch 13,5 Mio. Touristen gesellten. Insgesamt sind das stolze 68.000 Menschen pro Toilette. Konzepte wie die nette Toilette, bei der Gaststätten kostenfrei ihre Räumlichkeiten für die Notdurft zur Verfügung stellen, entspannen die Situation zwar etwas, sind aber noch nicht weit genug verbreitet.
In Berlin gab es im Jahr 2018 ungefähr 250 öffentliche Toiletten. Gerechnet auf die Gesamtfläche der Stadt, kommt eine Toilette auf ungefähr 3,5 km². Um so ein kleines Häuschen zu finden, braucht man also ein kleines Wunder. Ein noch größeres Wunder ist da höchstens, dass sich vor den Häuschen nicht kilometerlange Schlangen bilden.
Dass viele Städte beim Ausbau des Angebots zögern, kann man sogar fast verstehen, wenn man die Hintergründe kennt. 130.000 Euro soll die Anschaffung einer Toilette kosten. Reinigung und Wartung kommen da noch obendrauf. Erwischt man hingegen jemanden dabei, wie er sein Geschäft in der Wildnis verrichtet, kann man diese Person selbst um ein Bußgeld erleichtern. Das fängt oft bei 30 Euro an, kann aber deutlich mehr werden. Geld ausgeben oder Geld einnehmen. Vielen Kommunen fällt diese Entscheidung nicht allzu schwer.
Wie komme ich da rein und raus ohne was anzufassen?
Ist man nun aber glücklicherweise in Besitz einer Schatzkarte, die den Weg zu einer dieser seltenen Stätten weist oder kommt mit purem Glück zufällig an einer vorbei (ehrlich, dann sollte man auch gleich am nächsten Samstag Lotto spielen), fängt das Abenteuer beim Eintritt erst so richtig an. Denn wirklich wohl fühlen sich dort die wenigsten.
Um auf öffentlichen Toiletten möglichst jeden noch so kleinen Hautkontakt zu vermeiden, muss man mitunter schon richtig entschlossen sein. Und nicht selten auch einen ausgeklügelten Plan sowie Nerven aus Stahl mitbringen. Da ist eine vierlagige Schicht aus vierlagigem Toilettenpapier auf dem Sitz nur der Anfang. Ist man dann auch in der Lage, den Ich-fass-nichts-an-Plan erfolgreich umzusetzen, startet man kurzerhand einen Freudentanz, wäscht sich die Hände, öffnet die Tür und verschwindet in die Keimfreiheit. Blöd nur, wenn man erst draußen von der gut informierten Begleitung mit einigen nützlichen Informationen versorgt wird: “Wusstest du, dass die Wahrscheinlichkeit von Krankheitserregern auf Wasserhähnen und Türklinken viel größer ist, als auf einer Klobrille?” Nein, wusste ich nicht. Aber danke für die Info.
Um auf öffentlichen Toiletten möglichst jeden noch so kleinen Hautkontakt zu vermeiden, muss man mitunter schon richtig entschlossen sein. Und nicht selten auch einen ausgeklügelten Plan sowie Nerven aus Stahl mitbringen. Da ist eine vierlagige Schicht aus vierlagigem Toilettenpapier auf dem Sitz nur der Anfang.
Das alles wäre gar kein Problem, wenn alle einer einfachen Regel folgen würden: “Verlasse diese Toilette so, wie du sie vorfindest.” Oder besser noch, wie du sie vorfinden möchtest. Schließlich ist nur schwer vorstellbar, dass die meisten Menschen zu Hause ähnliche Standards bezüglich Sauberkeit pflegen wie in der Öffentlichkeit.
Dabei ist der Besuch einer öffentlichen Toilette ohnehin schon ein reines Abenteuer, selbst wenn man von der Hygiene absieht. Fließendes Wasser, ausreichend Seife und eine geeignete Möglichkeit zum Händetrocknen. Eigentlich recht bescheidene Wünsche. Um alle drei an einem Ort erfüllt zu bekommen, müsste man aber vermutlich erst einmal eine Wunderlampe finden. Was genauso wahrscheinlich sein könnte.
Da wäre natürlich erst einmal der Zugang. Schließlich bringt einem die schönste Toilette der Welt nichts, wenn man nicht hineinkommt. Barrierefreiheit ist da das Stichwort. Insbesondere für Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Das schafft man aber nicht nur, indem man die Toiletten ebenerdig baut. Fahrbare Wände beispielsweise sind nicht nur futuristisch, sondern auch praktisch. So finden auf engem Raum zwei Toiletten Platz, die bei Bedarf einfach zu einer großen verschmelzen. Die Berliner Toilette, dessen Module man wie Lego-Steine zusammensetzen kann, wird man in Zukunft per App finden können, sodass langes und panisches Umherirren Geschichte sein wird.
Damit man diese auch ohne große Sorgen um die eigene Gesundheit nutzen kann, müssen sie sauber gehalten werden. Früher hatte man da als Anbieter zwei Optionen: eine Reinigungskraft dauerhaft abstellen, um für die Sauberkeit zu sorgen. Oder eben auf Sauberkeit verzichten. Heute kann man manche Toiletten einfach fluten, um sie zu reinigen. Mit nur einem Liter Wasser. Das ist gleichzeitig einfach, hygienisch und nachhaltig. Schließlich verbraucht eine normale Spülung selbst schon drei bis sechs Liter pro Nutzung.
Immerhin dürfte das Thema kontaktloses Hände waschen bei den meisten schon bekannt sein. Wasserhähne, Seifenspender und Händetrockner reagieren bei modernen Einrichtungen bereits auf Bewegung. Dabei muss es nicht mal so viel Technik sein. In Italien beispielsweise muss man besonders bei älteren Gebäuden unter dem Waschbecken suchen, wenn man das Wasser laufen lassen möchte. Mit dem Fuß oder dem Knie kann man dann so lange auf einen Hebel drücken, bis man saubere Hände hat.
Ein neues Gefühl von Freiheit
Im letzten Schritt muss man aber noch in der Lage sein, die frisch gewaschenen Hände auch sauber bis nach draußen zu bekommen. Wenn da nur nicht immer noch eine Tür wäre, die einen vor eine nahezu unüberwindbare Hürde stellt. Aber auch hierzu gibt es bereits diverse Lösungsansätze. Türen, die man mit den Füßen öffnen kann oder solche, welche das ganz von selbst tun. Oder, wenn man es günstig und praktisch haben möchte: einfach ganz ohne Türen. Klingt etwas freizügig und könnte im Winter etwas luftig sein, wird aber tatsächlich an vielen Örtchen erfolgreich umgesetzt. Der Eingang ist dann einfach so angelegt, dass man um eine Ecke gehen muss. So muss man nichts anfassen und es kann dennoch niemand hineinsehen.
Bei einzelnen Kabinen wäre das wohl etwas übertrieben. Mittlerweile gibt es aber immerhin Modelle, die sich wie von Zauberhand öffnen und schließen lassen. Einfach nur mit einer eleganten Handbewegung, ganz ohne Passwort wie “Sesam, öffne Dich”. Das ist doch wohl der Traum aller Menschen. Der Gang auf die öffentliche Toilette, ohne auch nur eine einzige Stelle anfassen zu müssen.
Mittlerweile gibt es Modelle, die sich wie von Zauberhand öffnen und schließen lassen, ganz ohne Passwort wie “Sesam, öffne Dich”. Das ist doch wohl der Traum aller Menschen. Der Gang auf die öffentliche Toilette, ohne auch nur eine einzige Stelle anfassen zu müssen.
Übrigens muss das alles ja nicht nur für Toiletten gelten. An vielen Orten gibt es bereits Türen mit Bewegungssensoren. Oder man kann sie per Knopf öffnen lassen. Zum Beispiel in Kaufhäusern oder Behörden. Das ist bei schweren Türen besonders für ältere Menschen oder solche mit Behinderungen praktisch. Meist muss man diese Schalter per Hand betätigen. Würde man hier zusätzlich noch Fußschalter einbauen, gäbe es auch an diesen Stellen weniger Sorgen um Hygiene. Schließlich funktioniert das bei Mülleimern auch.
So hätten wir in Zukunft ein deutlich geringeres Risiko, Krankheitserreger zu verbreiten. Und das ist ja nicht nur in Zeiten von Corona eine gute Aussicht.
Jeden Tag hören wir in den Nachrichten von Ausgangssperren, Social Distancing, Home Office, der Absage sämtlicher Veranstaltungen sowie Schließung von Schulen, Cafés und anderen Betrieben. Vor einem Monat noch undenkbar, jetzt kann man es schon nicht mehr hören. Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag verändert, wie es die meisten Menschen (besonders junge) noch nicht erlebt haben. Das öffentliche Leben wurde komplett lahmgelegt und viele mussten feststellen, dass in einem rein privaten Leben irgendetwas fehlt.
Zwei Wochen sind es mittlerweile, in denen wir brav in der Wohnung bleiben und nur für das Nötigste die sichere Festung, genannt Zuhause, verlassen. Noch nie zuvor war uns jeder einzelne Schritt so bewusst und jeder Atemzug so kontrolliert. Was man nicht alles macht, um eine Pandemie einzudämmen und vor Allem: um selbst gesund zu bleiben. Da ist Ellenbogen-Denken gefragt. Wir meinen damit nicht den endlosen Kampf um das letzte Paket Toilettenpapier, sondern einfach, dass mittlerweile sämtliche Türen mit den Ellenbogen geöffnet werden. Fragt mich nicht wie das bei Drehknöpfen funktionieren soll, aber dem Erfindungsreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt.
Endlich Zeit für die wichtigen Dinge?
Die Möglichkeiten, sich zu Hause zu beschäftigen, sind so vielfältig wie noch nie. Vor allem durch mittlerweile faszinierend schnelle Internetverbindungen hat man Zugang zu einem nahezu unendlichen Vorrat an Filmen, Serien, Musik, Büchern, Spielen und mehr. Gleichzeitig möchte man Spanisch lernen, sich vornehmen mehr Sport zu machen (und das auch wirklich tun), das in der Ecke stehende, verstaubte Keyboard mal wieder benutzen und natürlich den bitter nötigen Frühjahrsputz einleiten. Im Alltag sind unsere Terminkalender oft so voll, dass wir gar nicht wissen, wann wir uns unseren ganzen Vorhaben widmen sollen. Da kommt einem so ein verordnetes Zuhause-Bleiben doch gerade recht.
Sofern man denn das Glück hat, von zu Hause aus arbeiten zu können und zu dürfen. Der durchschnittliche Arbeitsweg in Deutschland dauerte im Jahr 2016 ungefähr 20 Minuten. In einer Woche kommt man damit schon auf über drei Stunden. Bei vielen ist dieser Wert natürlich noch deutlich höher. Wir persönlich sparen im Moment eine gute Stunde täglich, die wir auch so gut wie möglich nutzen möchten. Und das nicht nur, um endlich diverse Watchlists abzuarbeiten.
Der treue Bispill-Blog-Leser weiß, dass wir in jedem Artikel über ein Best Practice sprechen. Da wir aktuell selbst viel Zeit in unseren eigenen vier Wänden verbringen, schreiben wir heute mal über uns. Ob das unbedingt ein Best Practice ist, sei mal dahingestellt.
Also was tun mit der reichlich vorhandenen Zeit? Eine Netflix-Odyssee ist zwar ganz spannend, aber vielleicht doch etwas einseitig auf Dauer. Wir haben daher beschlossen, die Zeit zu Hause als Chance zu betrachten, und zwar als Chance endlich die Dinge zu machen, die man sich immer wieder vornimmt, aber für die man normalerweise eben nicht genügend Zeit hat.
Wie der treue Bispill-Blog-Leser weiß, wollen wir in jedem Artikel über ein Best Practice sprechen. Da wir aktuell selbst eine beachtliche Menge Zeit in unseren eigenen vier Wänden verbringen, war es naheliegend, heute mal über uns zu schreiben. Und wie wir ganz nach dem Motto “Mach das Beste draus” leben. Ob das dann unbedingt ein Best Practice ist, sei hier mal dahingestellt. Aber es ist ein Beispiel. Andere können wir uns derzeit ja sowieso nicht ansehen. Was unser Privatleben mit Nachhaltigkeit zu tun hat? Vielleicht im Einzelnen noch nicht so viel. Aber unser aktuelles gesellschaftliches Verhalten hat einige Konsequenzen für unsere Umwelt.
Zu Hause für die Nachhaltigkeit
Städte wie Venedig, in denen man normalerweise im Pinguin-Modus durch die Menschenmenge watscheln muss, sind leergefegt. Keine Touristen, keine Kreuzfahrtschiffe, keine Gondoliere, die einem die lang erträumte romantische Bootsfahrt ermöglichen. Und als Konsequenz: aufklarendes Wasser, durch das man die Algen und Fische sehen kann. Eine willkommene Abwechslung zur klassischen braunen Brühe, die normalerweise durch Venedigs Kanäle schwappt. Hier kann man sehen, was geschieht, wenn man der Natur nur etwas mehr Freiraum lässt.
Wirklich spannende Bilder liefert die Raumfahrtagentur ESA. Und wenn wir spannend sagen, dann meinen wir “Potzblitz, mein lieber Kokoschinski, lass uns das sofort auf Instagram, Facebook und Twitter teilen”-spannend.
Auf den Bildern der ESA sieht man nun diese gelben und roten Wolken im Januar, die sich bis Februar in hellblaue und gelbe Wolkenströme verwandeln. Korrespondierend mit den Maßnahmen, die gegen die Ausbreitung von Corona umgesetzt wurden. Eine tolle Visualisierung, um zu verstehen, welchen Einfluss wir Menschen allein durch unsere Fortbewegung von A nach B haben. Wenn A nun die Stube und B die Küche ist und wir das auch noch zu Fuß bewältigen, ist schnell klar, dass wir derzeit gezwungenerweise umweltfreundlicher leben.
Auch die Anzahl der Flüge im europäischen Luftraum ist im März drastisch gesunken. Knapp 80 Prozent weniger als im Vorjahr sollen es gewesen sein. Das entspricht einer ganzen Menge CO2, die jetzt nicht in die Luft gepustet wird. Nicht ganz so vorteilhaft ist, dass das Fahren mit dem eigenen Auto derzeit attraktiver (und virenmäßig sicherer) ist als die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie so oft kommt es auch hier auf die Verhältnismäßigkeit an.
Wenn wir die Dinge, die wir jetzt anders machen, auch nach der Zeit der Isolation weiter umsetzen, können wir vielleicht dafür sorgen, dass die Anzahl der Flüge nicht wieder um 80 Prozent steigt. Dazu kann jeder Einzelne beitragen. Und das mit kleinen Schritten.
… aber nicht nur für die Nachhaltigkeit
Wie bereits eingangs erwähnt, muss es dabei gar nicht immer zwingend um Nachhaltigkeit gehen. Jetzt ist die perfekte Zeit, sich neue Gewohnheiten anzueignen. Wir nutzen die Gelegenheit beispielsweise dazu, mehr Artikel für diesen Blog zu schreiben. Und haben diesen auch direkt in einen Podcast verwandelt, in dem jeder Artikel in Zukunft auch zu hören sein wird. Die Workshops von Perpetuum Mobility konnten nicht mehr in gewohnter Form stattfinden, also haben wir daraus Webinare gemacht. Und da gesellige Geburtstagsfeiern im Moment absolut nicht angesagt sind, man aber dennoch nicht alleine feiern möchte, haben wir uns zu virtuellen Videofeiern getroffen.
Das war übrigens auch der Auslöser für Elisas “1 Day 4 You”-Idee. Zu Geburtstagen freut man sich immer riesig, von all den Menschen zu hören, die an einen denken. Ist dann aber auch schnell etwas enttäuscht, dass man sich nicht öfter Zeit füreinander nimmt. Treffen sind bei Freunden auf der ganzen Welt generell nicht so einfach. Das kennt man auch aus Zeiten ohne Corona. Da liegt es doch auf der Hand, sich mal eben zu einem Videochat zu verabreden. Nur fehlt dafür leider oft die Zeit. Darum die Idee, sich einen ganzen Tag nur für diese eine Sache freizunehmen. “Wer hätte gedacht, dass man Socialising so Effizienz-optimieren kann,” hört man dann schnell mit einem guten Schuss Ironie von seinen Freunden, die sich gerade für einen 20-Minuten-Termin eingetragen haben. Wir hätten das vor ein paar Wochen noch nicht gedacht, aber die Freude war bei allen Beteiligten riesig.
Erste Schritte für große Veränderungen
Es muss aber gar nicht mal so innovativ sein. Ändern kann man vieles. Zum Beispiel beim Mittagessen. Gekocht wird bei uns im Moment mindestens doppelt so oft wie zuvor, meistens mit viel Gemüse und vor allem frisch. Das spart Geld und ist gesund. Da auch das meiste Gemüse unverpackt erhältlich ist, sparen wir sogar an Verpackungen. Zusätzlich haben wir uns noch vorgenommen mehr auf Saisonalität zu achten. Also machen wir mindestens einmal die Woche ein Gericht mit Gemüse aus dem Saisonkalender.
Lebensmittel wegwerfen haben wir fast komplett eliminieren können. Der Terminator wäre stolz auf uns. Okay, um ganz ehrlich zu sein: die Weinflasche, die letztens aus dem Kühlschrank gefallen ist, gilt theoretisch wohl auch als verschwendet. Aber das war definitiv ein gemeiner Komplott von Flieh- und Schwerkraft. Was kurz davor ist schlecht zu werden, wird in neuen Kreationen verwertet. So gibt es mal Rotkohl-Reis, mal Essiggurken-Salsa-Salatdressing.
Lebensmittel wegwerfen haben wir fast komplett eliminieren können. Der Terminator wäre stolz auf uns. Okay, die Weinflasche, die letztens aus dem Kühlschrank gefallen ist, gilt theoretisch wohl auch als verschwendet. Aber das war definitiv ein gemeiner Komplott von Flieh- und Schwerkraft.
Da wir 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche vor Ort sind, haben wir noch etwas weiteres eingeführt. Wir wiegen unseren Müll. Das mag etwas neurotisch wirken, ist aber sehr aufschlussreich. 220,5 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf soll der Durchschnittsdeutsche im Jahr 2016 produziert haben. Das kam uns reichlich viel vor, also wollten wir den Vergleich. Zwischen Januar und März waren es in unserem Zwei-Personen-Haushalt 17,1 Kilogramm Müll. Darunter fallen Papier-, Bio-, Restmüll und Verbundstoffe. Legt man da nochmal zehn Prozent drauf, weil wir ja nicht immer zuhause sind und rechnet es auf ein Jahr hoch, kommen wir auf 75,2 Kilogramm Müll. Immer noch zu viel, aber mit 37,6 Kilogramm pro Person ein guter Anfang. Dazu kommen bei uns dann noch alle Glasgefäße, die wir bisher nicht gewogen haben. Aber Platz nach oben ist ja immer.
Im Endeffekt muss jeder für sich selbst herausfinden, wofür er seine neu gewonnene Zeit nutzen will. Ein Whiteboard mit seinen Zielen oder eine einfache To-Do-Liste kann dabei schon Wunder wirken. Was darauf steht, kann variieren. Vielleicht nutzt man die Zeit, um endlich den passenden Ökostromanbieter zu finden, sich beizubringen wie man Hafermilch selbst herstellt oder den nächsten Urlaub an der Nordsee zu planen. Denn die Zeit nach Corona kommt bestimmt.
Wait, is Brexit still not decided? Are there new elections again? Are they looking for a successor for Harry and Meghan democratically? No, no. That’s not it.
Nevertheless, you see little voting boxes more and more frequently when you’re walking down the streets and people can fill them at any time. While this is not about such serious political topics as the withdrawal from the European Union, it is about a fun way to protect our environment. What the one thing has to do with the other? Well, this is where we take a closer look at the “ballot papers”. Because those are cigarette butts. And the voting boxes are ashtrays.
Why are there cigarettes butts everywhere anyway?
Typical sight at a beach in Northern Germany. Picture: Perpetuum Mobility e. V.
Particularly in big cities, more particularly in places where a lot of people come together, and most particularly in spots where many of these people are waiting for something, they are part of the urban image: cigarette butts. So much so that they hardly stand out anymore. So much so that you get a feeling that something is missing or that you’re in a fancy posh area if you don’t see any.
But why do these butts so often end up on the sidewalks that you get the sense the streets are paved with them?
“I don’t do that usually.” Who hasn’t heard this statement before? Sometimes it’s about the fact that someone just ate a bag of chips all by him- or herself. Or it’s a guy who didn’t properly put down the toilet lid. In many cases it’s someone trying to make sure that he or she only accidentally and definitely for the very first time watched I’m a Celebrity…Get Me Out of Here! And only for a few seconds. Really. (But did you see what happened THEN!?)
However, quite often you hear this sentence when someone is made aware of the careless littering of the latest cigarette butt. Even if you know that person. For example if you’re sitting together on a wall in your front yard and you’re talking about exactly this issue.
It only takes five to ten seconds until the new world record holder in cigarette-butt-long-flipping is standing there with a similarly shocked expression, realizing what he just did, and trying to turn back time with a hasty motion.
“I don’t do that either. Whenever I’m smoking on the move, I look for the next ashtray when I’m done,” the person says. And after a final drag of the cigarette, he looks stoically into the distance, exhales appreciatively and *SNAP* sends the cigarette butt flying through the air. The butt then skims three times and goes far enough to make every little child that ever tried this with a stone on water stand there with a pale face, mouth agape. Or to make your facial features derail. Because that actually happened. Then it only takes five to ten seconds until the new world record holder in cigarette-butt-long-flipping is standing there with a similarly shocked expression, realizing what he just did, shouting “Oh no!” and trying to turn back time with a hasty motion.
In such a moment you realize something yourself, too. Suddenly it becomes clear to you that people often don’t throw away their cigarette remains out of spite, thinking “Take this, Mother Earth, take this!” Besides, most of them don’t even know what these little devils contain. The flipping just seems to have become such a habit that you could almost count it as part of our culture.
What’s even so bad about it?
At the start of our Nordsee Clean Up, we took on the task of raising awareness for the dangers of cigarette butts. They don’t make for a nice view when they’re spread on the floor everywhere. Sure, we agree on that I would think. Can’t have too good of an impact on the environment either, right? They’re made of plastic? Correct. Well, unfortunately, that’s not all.
Still, cigarette butts don’t take on a prominent role on our menus. They don’t taste well, are not really digestible and don’t look very appetizing either.
According to the World Health Organization, each cigarette butt contains about 2 mg nicotine and up to 7,000 other chemicals, many of them harmful or even known to cause cancer.
Another problem: According to the World Health Organization, each cigarette butt contains about 2 mg nicotine and up to 7,000 other chemicals, many of them harmful or even known to cause cancer. With so many ingredients, the recipe for cigarettes must be more secret than that of Coca-Cola. But for a filter, the name says it all. It filters most of the pollutants and doesn’t release them until it comes into contact with water. Good for the smoker. Not so much for wherever the used filter ends up. Wet sand on a playground or a beach where children play. A puddle on the street from which a dog drinks. Everywhere it rains. By that we don’t mean to say to dispose of all the cigarette butts in Wadi Halfa in Sudan just because it is one of the places with the lowest rainfall (one time it went a full 19 years without rain). Instead, we want to point out that the little stumps contain much more than meets the eye. And water rinses it all out. A short downpour and all the chemicals are on their way into our groundwater. The big puddle we all like to drink from.
Convenient pocket ashtrays for when you’re on the move. Picture: Perpetuum Mobility e. V.
A fitting solution does not seem to exist yet (if you don’t consider it a solution that everyone just takes care of his or her own butts). No wonder there now is an initiative in Germany that demands a kind of deposit on cigarette waste. 20 cents per piece. If that is adopted, we are the first ones to run around in with gloves and a bag. It’s not like we weren’t already doing that anyway (*cough* Nordsee Clean Up *cough*). But 2.7 million times 20 Cent? That is, let me calculate… a whole lot of money!
Another possibility are pocket ashtrays. A little click-clack can made of aluminum that you can conveniently carry in your pocket. If you are outside smoking and don’t see an ashtray anywhere, you have the solution right with you. Making sure everyone always carries the pocket ashtray with them is a whole other story though.
What if the easiest solution of them all would somehow work after all? Sure, that sounds ridiculous. But maybe it is possible to motivate people to throw away their trash properly. How that is supposed to work? A British company has developed a plan. The trick: awaken the play instinct in humans. The result: the Ballot Bin. How it works: a small box, split in the middle, resulting in two equal cases. Each case has an opening through which you can throw the cigarette butts and a transparent front so you can see how much waste there is in each case. And now the highlight: there is a question written on the top of the box and each case stands for an answer.
Giving waste a meaning
For the important questions: the Ballot Bin. Picture: Hubbub Enterprise.
Each cigarette butt now gets a vote, so to say, instead of ending up on the street somewhere. That way you can express if Star Trek is better than Star Wars (haha), if there will ever be another winner of the German soccer championship than Bayern München (hahaha) or if you just like to pollute the environment. Well, the latter only if you throw away your trash right in front of the Ballot Bin. But that is just less fun if you can answer a witty question.
That way you can express if Star Trek is better than Star Wars (haha), if there will ever be another winner of the German soccer championship than Bayern München (hahaha) or if you just like to pollute the environment.
Companies or communities can even use these (maybe not all that representative) surveys to their advantage. In a designated smoking area at work you could have a vote about the food in the canteen. At a public green space you could ask if people would prefer to have a playground or an urban gardening project. In front of a government agency you could find out if people are happy with the waiting times. Where else do you have so much power? You might even think twice if you really don’t want to be a smoker. (Don’t become a smoker because of this, though.) (Seriously.)
Is that the solution for everything? Probably not. Ultimately, these ashtrays are still depending on the smokers to actually use them. But it is a great idea to make people aware of this problem. Even though it is only a small step, every step in the right direction counts. Now everyone can be part of the solution and even have a little fun on the way. And if everyone does it, then we really have a solution to the problem. Maybe it even helps strengthen our feeling for cohesion. Even if it is only about one of the oldest questions of all: Do you prefer cats or dogs?
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Hi. Hello. What’s up. Welcome. How do you start a blog?! Since this is our first time, we have no idea and decided to go with a simple hey!
So, let’s get to the important questions right away:
What kind of blog is this?
Why should you be interested in it?
And why do we think we are qualified to do this?
First off, we are Elisa and Matthias. In alphabetical order. Elisa is responsible for growing our non-profit organization, Perpetuum Mobility e. V, while Matthias does everything Elisa doesn’t really want to do. That’s enough personal information for now. After all, this is not supposed to be an autobiography. Well, alright. Not a complete one.
In this blog, you will find detailed articles about interesting ideas to make our world a little bit more sustainable. We want to present businesses, communities and people who lead by example and live sustainability in an innovative way. In doing so, we will focus on a certain aspect that really stands out. Usually from our own experiences or related topics. That could basically be everything. A clever building, a fancy faucet or a concept that is based on sharing.
That way, little by little, we’ll be building up a collection of best practices that hopefully will inspire you to realize one idea or another. By the way, this is also where the name of this blog comes from. „Bispill“ is Plattdeutsch (Low German) for example. And that is exactly what we want to show. Examples for a more sustainable life.
Why us? That’s simple: Because we like to write. And because we are convinced that easy to understand knowledge is most sustainable. Especially, if it is conveyed in a fun way. So, even if sometimes we use unnecessary idioms or incomprehensible words such as “idioms”, we just want to do one thing: combine learning and having fun. If we succeed, well, we’ll see.
Alright, enough with the chatting now. Have fun with our articles. See you soon.
Elisa & Matthias
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Wenn man in Dänemark unterwegs ist, fällt einem gleich eine Reihe von Dingen auf, die etwas anders laufen als in Deutschland. Aber man merkt auch schnell, dass die meisten Vorurteile, die man mit unseren Nachbarn im Norden verbindet, gar nicht zutreffen. Die Menschen da essen zum Beispiel gar nicht ausschließlich Smørrebrød, reden nicht ununterbrochen über Hygge und haben darüber hinaus ein äußerst merkwürdiges Verständnis von Verkehr und Infrastruktur! Diesen Eindruck bekommt man zumindest, wenn man das erste Mal in Kopenhagen ist.
Brücke für Fahrräder und Fußgänger. Foto: Privat.
Spaziert man dort durch die Innenstadt, kommt man unweigerlich an Brücken vorbei, die an keine Straße angebunden sind. Diese wirken außerdem reichlich schmal, sodass kaum ein Auto ohne Kratzer darüberfahren könnte. Und ganz bestimmt keine zwei nebeneinander. Wer denkt sich denn so eine Fehlkonstruktion aus? Das würde uns hier in Deutschland nicht passieren. Dafür sorgen wir allein schon, indem wir den Beteiligten bei wichtigen Bauvorhaben etwas mehr Zeit geben, wie zum Beispiel bei Flughäfen oder Konzerthallen.
Aber was haben sich die Verantwortlichen in Kopenhagen denn nun dabei gedacht? Ganz einfach. Es handelt sich um Brücken für Fahrradfahrer und Fußgänger.
Abkürzung und Touristenmagnet
Wer Kopenhagen kennt, weiß, dass die Stadt nicht einfach nur am Wasser liegt, sondern sogar auf mehrere Inseln verteilt ist. Möchte man hier von einem Punkt zum anderen kommen, muss man dieses Wasser nicht selten irgendwie überqueren. Da aber nicht alle 100 Meter eine Überführung steht, kann das anstrengend werden, wenn man nicht gerade mit dem Auto unterwegs ist. Oftmals müssen Kopenhagener und Touristen mehrere Kilometer zurücklegen, obwohl sie eigentlich nur mal eben auf die gegenüberliegende Seite möchten. Also doch wieder das Auto? Nein, in Kopenhagen baut man einfach spezielle Brücken, die nur für Radfahrer und Fußgänger gedacht sind. Da ist man mit dem Fahrrad oftmals schneller als mit dem Ferrari.
In Zukunft fährt man vielleicht nicht mehr nach Kopenhagen, um sich die kleine Meerjungfrau anzusehen, sondern um Fahrrad zu fahren (oder um in bester Touristenmanier Fotos zu machen und dabei anderen Radfahrern im Weg zu stehen).
Fahrradbrücke in Schlangenform: Cykelslangen. Foto: Privat.
Die Cykelslangen (Fahrradschlange) beispielsweise ist eine reine Fahrradbrücke, die sich geschmeidig um ein Gebäude windet und dabei fast nebenbei ungefähr 12.000 Menschen den Weg zur Arbeit erleichtert. Hier heißt es nun Schlange fahren, statt Schlange stehen. Ideen wie diese kommen so gut an, dass sie zu regelrechten Touristenmagneten werden. In Zukunft fährt man vielleicht nicht mehr nach Kopenhagen, um sich die kleine Meerjungfrau anzusehen, sondern um Fahrrad zu fahren (oder um in bester Touristenmanier Fotos zu machen und dabei anderen Radfahrern im Weg zu stehen).
Vorfahrt für das Fahrrad
Die gute Behandlung der Radfahrer beschränkt sich aber nicht nur auf die Überquerung des allgegenwärtigen Wassers. Durch die ganze Stadt ziehen sich regelrechte Fahrradstraßen. Deutlich abgetrennt von denen für Autos und teilweise fast genauso breit. Und dadurch auch ebenso gern genutzt. Ungefähr 30 Prozent aller Wege werden in Kopenhagen mit dem Fahrrad zurückgelegt. Eine beeindruckende Zahl. Im Vergleich zu anderen europäischen Städten aber noch nicht einmal der Spitzenwert.
In Deutschland fühlt man sich als Fahrradfahrer selbst in sogenannten „Fahrradstädten“ ungefähr so willkommen wie Hänsel und Gretel im Haus der Hexe. Man wird zwar nett eingeladen, wird aber den Gedanken nicht los, dass man auf irgendeine Art sein Leben riskiert.
Dabei gibt es durchaus gute Gründe, Radfahrern den roten Teppich auszurollen. Was ja eigentlich niemand verlangt. In der Regel freut man sich schon über einen abgetrennten Bereich, in dem man nicht riskiert mit anderen Verkehrsteilnehmern zu kollidieren. Gepflasterte oder asphaltierte Wege sind sowieso praktischer als Kunstfaser-Teppiche. Aber abgesehen davon, dass ein bisschen mehr Bewegung und frische Luft uns allen gut tun (inklusive der Autoren), sorgt eine gesteigerte Nutzung des Fahrrads in einer Stadt auch für eine Entlastung der Straßen, weniger Lärm und bessere Luft. Kein Wunder, dass die Dänen die glücklichsten Menschen der Welt sein sollen. Sie stehen schließlich auch nicht mehr so oft im Stau und müssen nicht ewig nach Parkplätzen suchen.
Teilen macht Spaß…
Allzeit bereit: Stadträder in Hamburg. Foto: Privat.
Einige andere Städte haben das Potenzial sogar schon erkannt. Dort mangelt es zwar noch an geeigneten Fahrbahnen, aber Fahrräder sind schon in großer Zahl vorhanden. Und dabei für jeden zugänglich. Wie das geht? Bike-Sharing. So nennt sich das Konzept, das auch mit Autos funktioniert und das wegen der (wirklich überall zu findenden) Elektroroller derzeit in aller Munde ist. Überall in der Stadt verteilt befinden sich Stationen, an denen man sich per Handy-App ein Fahrrad ausleihen kann. Durch unschlagbare Angebote erfreuen sich diese Fahrräder großer Beliebtheit. Ein Rad bei jeder Leihe für die ersten 30 Minuten kostenlos nutzen? Dazu an jeder beliebigen Station wieder abstellen? Wer braucht da noch einen eigenen Drahtesel, den er bei jeder Fahrt aus dem Keller schleppen muss?
Na gut, manche greifen doch lieber auf das eigene Fahrrad zurück. Schließlich gibt es die Stationen noch nicht überall und manchmal hat man das Pech, dass das letzte verfügbare Fahrrad gerade davonfährt. Aber hier wurde bereits ein erster Schritt für eine große Entwicklung gemacht. Weitere können nun folgen. Wenn die Strecken für Radfahrer noch etwas attraktiver werden, werden sich bestimmt noch mehr Leute für dieses Fortbewegungsmittel entscheiden.
… und erhöht die Sicherheit
Wenn man solche Erfolgsgeschichten hört, fragt man sich direkt, warum man sich anderswo so schwer tut, Fahrradfahrern einen angemessenen Teil der Infrastruktur zu widmen. Die Nachfrage ist da, die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Und wir alle könnten nicht mehr behaupten, dass wir ja so gern mit dem Rad fahren würden, es aber zu umständlich oder gefährlich oder sonst wie nervig wäre. Oder wäre genau das das Problem?
Von gut ausgebauten Radwegen profitieren nicht nur die Radfahrer. Autofahrer hätten etwas mehr Platz auf den Straßen und Fußgänger endlich genug Ruhe für einen gemütlichen Spaziergang mit reichlich Pausen zum Umsehen.
Sauber getrennt: Autos, Fahrräder und Fußgänger. Foto: Privat.
Letztendlich profitieren von gut ausgebauten Radwegen nicht nur die Radfahrer. Autofahrer hätten etwas mehr Platz auf den Straßen und besonders Fußgänger hätten endlich genug Ruhe für einen gemütlichen Spaziergang mit reichlich Pausen zum Umsehen. So oft auch der Eindruck entsteht, Autofahrer würden sich aufgrund der Überlegenheit ihres Gefährts über die Radfahrer stellen, so scheinen auch viele Radfahrer der Meinung zu sein, dass Fußgänger lediglich Hindernisse auf dem Weg zu neuen Geschwindigkeitsrekorden sind.
Konzepte, die auf gemeinsamen Verkehrswegen und gegenseitiger Rücksicht aller Verkehrsteilnehmer beruhen, wirken vor diesem Hintergrund nahezu abenteuerlich. Wie es zu einem geregelten Verkehrsfluss kommen soll, wenn sich ein bis zu 40 Tonnen schwerer LKW bei 50 bis 60 km/h die Straße mit einem etwa 15 bis 20 km/h schnellen Fahrrad teilt, muss uns nochmal ein eifriger Physiklehrer erklären. Schließlich kommt auch niemand auf die Idee, Fußgänger und Autos in einen Topf (oder auf eine Straße?) zu werfen.
Die Nachbarn machen es vor
Dabei sollte man nicht nur fragen wie Fahrradwege in vorhandene Straßen integriert werden können, sondern wie man innovative Strukturen schaffen könnte. Fahrradwege, die sich über unseren Köpfen durch die Häuser schlängeln. Fahrradtunnel unter Fußgängerzonen. Oder wie bei den Dänen: Fahrradbrücken über Kanäle. Nicht nur nützlich, sondern ein wahrer Hingucker und Anreiz für mehr Bewegung. Beispiele dafür, dass es auch anders (sogar besser) geht, gibt es genügend. Man muss nicht mal allzu weit reisen. Unsere direkten Nachbarn im Westen und Norden sind bekannt für ihre Fahrradfreundlichkeit. Das kommt nicht von ungefähr. Diese Vorbilder sollte man sich zu Nutze machen. In der Schule ist abschreiben zwar (zu Recht!) nicht gern gesehen, aber hilfreich kann es trotzdem sein. Man muss ja nicht immer gleich das Rad neu erfinden.
In der Schule ist abschreiben zwar (zu Recht!) nicht gern gesehen, aber hilfreich kann es trotzdem sein. Man muss ja nicht immer gleich das Rad neu erfinden.
So ist die wichtigste Frage zur Fortbewegung in Deutschlands Städten in Zukunft vielleicht nicht mehr, ob es Diesel-Fahrverbote gibt oder nicht. Sondern ob man sich ein Fahrrad kauft oder leiht.
Häuser, die in den Himmel ragen. Spielplätze, die Geräte für verschiedene Altersklassen bereitstellen. Geschäftsleute, die sich den nachmittäglichen Koffeinschub holen und auf einer Parkbank frische Luft schnappen. Kinder, die auf einer Rasenfläche einem Ball hinterherjagen. Junge Leute, die nach Feierabend nur ein paar Schritte gehen müssen, um sich in einer großen Gruppe zum Fitnesstraining im Freien zu treffen. Und natürlich Touristen, die abseits des ganzen Rummels von Sehenswürdigkeiten und Shopping-Erlebnissen einen kleinen Geheimtipp entdeckt haben.
Mitten in der Stadt und doch im Grünen. Geschäftsviertel und doch sozialer Treffpunkt. Unmögliche Kombinationen? Nicht hier. Wovon wir überhaupt reden? Von der “Biblioteca degli Alberi”, der Bibliothek der Bäume, einem Park in Mailand in Italien.
Bei unserem Spaziergang durch Mailand gibt es drei Dinge, die uns ständig begleiten:
Reges Treiben in Mailand. Foto: Privat.
Ununterbrochenes Staunen, aufgrund der schier endlosen Anzahl an teils atemberaubenden Sehenswürdigkeiten.
Ununterbrochenes Gedrängel, aufgrund der schier endlosen Massen an Touristen, die sich besonders an den teils atemberaubenden Sehenswürdigkeiten tummeln.
Und ununterbrochenes Fragen, ob man denn nun endlich alle der atemberaubendsten unter den atemberaubenden Sehenswürdigkeiten gesehen hat (gefolgt von der Frage, wie viele Kilometer man denn wohl noch gehen müsste (gefolgt von der Erkenntnis, dass man es sowieso nicht schafft und sich lieber ein Eis holen sollte).
Ein langer Weg zum Ziel
Wir waren gerade kurz vor unserem eigenen Mir-ist-alles-egal-ich-will-lieber-ein-Eis-Punkt, als wir uns auf einen Kompromiss einigten. Statt Eis gab es Kuchen – und ein letztes Ziel wollten wir noch erreichen: Bei der Recherche in Vorbereitung auf unseren Trip spuckte die Suchmaschine unserer Wahl ein Gebäude aus, auf dessen Balkonen Pflanzen wachsen (ihr merkt schon, es war nicht irgendein Ziel). Da mussten wir hin.
Bei der Recherche in Vorbereitung auf unseren Trip spuckte die Suchmaschine unserer Wahl ein Gebäude aus, auf dessen Balkonen Pflanzen wachsen (ihr merkt schon, es war nicht irgendein Ziel). Da mussten wir hin.
Es gab also kein Eis, sondern Kuchen. Wobei es letztendlich auch kein Kuchen war, sondern Tiramisu. Denn an einem sehr touristischen Ort kann man als sehr touristischer Tourist der italienischen Kultur zumindest in kleinen Dingen die Ehre erweisen. Auch wenn man wohl nie so wirklich italienisch wirkt, so lange man sich nicht direkt an der Theke einen heißen Espresso-Shot runterschüttet.
Jetzt mussten wir unser Essen also nur noch gegen recht aufdringliche Spatzen verteidigen und machten uns anschließend, wieder ausreichend gestärkt, auf den Weg zu unserem letzten Ziel des Tages. Vorbei an den üblichen Restaurants, Boutiquen und mittlerweile nicht mehr ganz so atemberaubenden Sehenswürdigkeiten, zwischen Hochhäusern hindurch und um ein letztes herum, dann waren wir endlich da. Und nennt uns ruhig verrückt, aber: es war das beeindruckendste Gebäude mit Pflanzen auf den Balkonen, das wir je gesehen haben.
Ein Garten gen Himmel
Ziel erreicht: Bosco Verticale. Foto: Shutterstock.
Dabei sieht das Ganze nicht nur schön aus. Kaum zu glauben, aber Pflanzen haben sogar einen praktischen Nutzen (Wer hätte es gedacht?). Neben einer Verbesserung der Luftqualität sorgen die Gewächse nämlich auch für Schutz vor großer Kälte und starker Hitze. Das ist vielleicht sogar der größte Bonus. Man stelle sich mal vor, die Menschen könnten sich nicht mehr darüber beschweren, dass es im Winter so unmenschlich kalt und im Sommer so tierisch warm ist. Ok, zugegeben, sie würden schon andere Probleme finden. (Sich z. B. über den Geruch von Blumen beschweren oder darüber, dass sie die Farbe grün partout nicht leiden können). Aber das heißt ja nicht, dass man es nicht versuchen kann.
Um die Gesundheit der Pflanzen wiederum kümmert sich ein Team aus mehreren Baumpflegern, zu englisch tree surgeon (also Baum-Chirurg). Da können sich weder Wurzel- noch Blinddarmentzündung ausbreiten.
Die Pflanzen säubern außerdem die Luft und produzieren Sauerstoff. Das Grüne macht uns also nicht nur glücklicher, sondern lässt uns auch gesünder leben. Um die Gesundheit der Pflanzen wiederum kümmert sich ein Team aus mehreren Baumpflegern, zu englisch tree surgeon (also Baum-Chirurg). Die seilen sich mehrmals im Jahr am Gebäude ab, um die Pflanzen zu stutzen und zu beschneiden. Da können sich weder Wurzel- noch Blinddarmentzündung ausbreiten.
Ein Treffpunkt im Grünen
Ein Treffplatz für jung und alt. Foto: Shutterstock.
Aber auch rund um die Türme herum gibt es einiges zu sehen und entdecken. Direkt vor der Haustür liegt ein großer Park, mit Spielplätzen für Kinder verschiedener Altersklassen. Von der Schaukel für Kleinkinder bis zum Trimm-Dich-Pfad für Erwachsene ist alles dabei. Und so wird dieser Park auch angenommen. Nicht nur von den Bewohnern, sondern auch von den zahlreichen Berufstätigen, die in den umliegenden Hochhäusern ihren Bürojobs nachgehen. Für ein kleines Picknick in der Mittagspause oder etwas Erholung nach der Arbeit scheint dieser Ort prädestiniert.
Bevor diese Anlage und die umliegenden Häuser gebaut wurden, sah es an dieser Stelle – logischerweise – noch ganz anders aus. Statt hochmodernen Hochhäusern in einem geschäftigen Geschäftsviertel, standen hier jahrzehntelang nur alte Baracken und ehemalige Lagerhallen. Genutzt wurden aber auch diese.
Obdachlose suchten hier Unterschlupf, Künstler suchten freie Entfaltung. Beide mussten weichen. Auch für die Anwohner haben die Modernisierungsarbeiten Konsequenzen. Dadurch, dass das Viertel attraktiver wird, steigen auch die Preise. Ob das gut oder schlecht ist, darüber lässt sich streiten. Manche fürchten, dass einige Menschen es sich bald nicht mehr leisten können, hier zu wohnen. Andere freuen sich, dass ihre Wohnung nun in einer schöneren Gegend steht und mittlerweile deutlich mehr wert ist als vorher.
Aber was bringt uns dieser bewachsene Gebäudekomplex in Mailand eigentlich? Sollen wir in Zukunft nur noch Häuser bauen, die komplett bewaldet sind? Könnte man natürlich. Muss man aber gar nicht. Dafür kann der “Bosco Verticale” eine Inspiration sein. Dafür, wie man die Natur auch in Städten einbinden kann, wie sie auch dort ein selbstverständlicher Teil unseres Lebens sein kann. So wie es sein sollte.
In Kooperation mit KiTas, Kindergärten oder Schulen kann man diese Kleingärten sogar ganz wunderbar nutzen, um die Bedeutung von und den richtigen Umgang mit Pflanzen zu vermitteln. Dabei verschönern wir nicht nur unser städtisches Umfeld, sondern schaffen auch neuen Lebensraum für Tiere, denen er zuvor durch die Urbanisierung weggenommen wurde. So kann ein kleiner Garten schnell die neue Heimat eines Bienenstocks werden, der dann wiederum leckeren Honig produziert. Man kann also nur gewinnen.
Beton war gestern, Baum ist morgen. Ok, ganz so einfach ist es natürlich nicht. In einem Baumhaus zu leben klingt zwar im ersten Moment ganz cool, auf Dauer ist das jedoch vermutlich nicht die beste Lösung. Aber das eine mit dem anderen zu verbinden, das klingt doch erstrebenswert.
Eine Zimmerpflanze, die der Fensterbank den letzten Schliff gibt. Ein Obstbaum, der irgendwann vielleicht sogar mal einen Apfel abwirft, den man noch vor den Würmern ergattert. Ein Kräutergarten, in dem Basilikum wächst, damit die Pizza auch in Deutschland richtig italienisch schmeckt. Da ist doch für jeden etwas dabei.
Man muss ja nun nicht gleich einen 100 Meter hohen Garten anbauen, aber wir alle können uns ein bisschen mehr grün gönnen. Eine Zimmerpflanze, die der Fensterbank den letzten Schliff gibt. Ein Obstbaum, der irgendwann vielleicht sogar mal einen Apfel abwirft, den man noch vor den Würmern ergattert. Ein Kräutergarten, in dem Basilikum wächst, damit die Pizza auch in Deutschland richtig italienisch schmeckt. Da ist doch für jeden etwas dabei. Und das lässt uns dann nicht nur gesünder und glücklicher leben, sondern ist auch noch praktisch. Also, womit startest du?
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